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1390 Verkauf und
Umbau des "Alten Rathauses" Im Bürgerbuch 1387 wurde neben der Witwe Zuckmantel ein Stefan Groß als Bürger und Mitbesitzer eingetragen [...] Neubau des Hauses als "Jagstheimerhaus" 1488 Zwischen 1410
und 1460 liegt über dem Hause noch undurchdringliches Dunkel; es
sind keine Aufzeichnungen vorhanden. In der zweiten Hälfte des
Jahrhunderts ist das Haus im Besitz der Familie Jagstheimer. [...] 1479
kam Hans Jagstheimer der Erste in den Aeußeren Rat und war 1481
bis 1493 "Aeußerer Baumeister", also "städtischer
Baurat"; als solchem unterstanden ihm die städtischen Werkmeister,
Steinmetzen, Zimmermeister, der ganze städtische Bauhof, die Wälder,
Förster, Steinbrüche, Ziegeleien, usw. Es war in Rothenburg
üblich, daß "die Baumeister" ihre innige Verbindung
mit den städtischen Werkmeistern dazu auswerteten, um ihre eigenen
Häuser zu Baudenkmälern ihrer Zeit umbauen zu lassen, und
dadurch dem Baugewerbe Förderung angedeihen ließen und dem
Stadtbild neues Gepräge gaben. Das Haus des Jagstheimer, d.h. das
neue Obergeschoß ist ein Fachwerkbau von solcher Urwüchsigkeit
und lebendiger Gestaltung, wie wir es sonst nicht leicht wieder finden.
Dies Fachwerk wurde 1488 gefügt. Der damalige Zimmermeister war
Leonhard Staud, den die Stadt 1486 von Schmerbach eigens für den
Bau des Dachstuhles zu St. Jakob hereingeholt hatte. Hier mit dem Bau
des Jagstheimerhauses setzte er dem Bauherrn und seiner eigenen Baukunst
ein bleibendes Baudenkmal, eine bleibende Zierde der Stadt. |
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