Ein
historisches Mosaik, Teil 2: Zeit und Niedergang der Staufer II
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Wohl wird man
in den nächsten Jahren die Obergeschosse über den steinernen
Ruinen wiederhergestellt haben, aber das Werk der Zerstörung hinterließ
doch sicher, sowohl bei dem kaiserlichem Stadtschultheißen, als
bei dem Rat der Stadt einen bitteren Nachgeschmack. Aber der große
Brand war gleichsam nur ein feuriges Sinnbild für den großen
Zeitenbrand, in dem eben damals das große Stauferreich unterging.
Es waren die letzten 10 Kampfjahre des großen Stauferkaisers Friedrich
II. Sein letztes Ringen mit dem Papst um Sein oder Nichtsein. 1250 starb
der Kaiser und mit ihm endete die Stauferherrlichkeit. Auch in Rothenburg.
Der Sohn des Kaisers, Konrad IV., mußte nach Italien. Zum Kampf
gegen die siegreichen Gegner benötigte er Gefolgsleute und Geld.
Er forderte von seinen Freunden beides. Die Hohenlohe, die in Rothenburg
saßen, mußten ihm gerüstet folgen, sie sollten ihm
aber auch noch Geld bieten. Für 3000 Mark Silber verpfändete
er den Hohenlohe die Stadt Rothenburg. Damit schied die Stadt aus dem
Stauferstaat aus. Sie sollte eine Landstadt der Hohenlohe werden. Im
Rathaus zu Rothenburg wird man davon unangenehm berührt gewesen
sein. Aber auch den Hohelohe fiel die doppelte Leistung schwer. Die
Stadtväter fanden einen Ausweg. Sie streckten den Hohenlohe selbst
3000 Mark Silber vor und lösten sich so aus der Verpfändung.
So hatte nun Rothenburg keinen Landesherren mehr; es war aus eigener
Kraft "eine freie Stadt des Reiches geworden. -1251-! |
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